Dienstag, 27. November 2012

Geschichte

Ich werd es so machen, dass ich immer wieder einen Teil einer Geschichte Poste. Wenn es euch interessiert einfach kommentieren, bzw lasst mich wissen, ob es euch interessiert.
Also fang ich jetz mal mit dem ersten Teil an :


Langsam gehe ich durch den kalten, mit weiß schimmerndem Schnee bedeckten Waldboden. Und wieder lief mir etwas feuchtes über das, von der Kälte bereits ganz rot gefärbte Gesicht. Ich versuchte mein Schluchzen zu unterdrücken. Es gelang mir, wenn auch mit großer Mühe. Da war er auch schon. Er war so wunderschön, auch ohne Blätter und vollkommen mit Schnee bedeckt. Dieser Baum hatte eine schier unfassbare Anziehungskraft auf mich. Er wirkte so allein, einsam, obwohl er umgeben von lauter anderen, hochgewachsenen und starken Bäumen steht. Es ist vergleichbar mit dem Gefühl, allen zu sein, obwohl man in einer großen Menge von Menschen steht, einsam. Ich kenne dieses grausame Gefühl nur zu gut, es verfolgt mich jeden Tag. Ich betrachte ihn, diesen Baum, und frage mich was ihn für mich so besonders macht. Ich liebe die weiße Winterlandschaft, alles sieht so ruhig und friedlich aus. Ich gehe näher an den Baum und setze mich auf einen alten Stumpf daneben. Ich komme oft hierher um zu überlegen. Plötzlich sehe ich oben auf dem, im Sonnenlicht glitzernden Hügel, der genau vor mir liegt, etwas rotes. Ich kann mir nicht vorstellen was das sein könnte, also beschließe ich kurzerhand nach oben zu gehen und nach zu sehen. Oben angekommen kann ich aber nichts Rotes entdecken, keine Spur von dem, das gerade eben noch so real gewirkt hat. Es läuft mir aus irgendeinem Grund kalt den Rücken hinunter. Ich muss hier weg, so schnell wie möglich, schießt es mir durch den Kopf, während ich schon beginne zu laufen, so schnell ich kann. Weg hier! Lauf! Mir war nicht klar warum ich das hier machte, ich wusste nur, dass ich dort weg musste, auf dem schnellsten Weg, sofort! Schweißgebadet wache ich auf. Ich sehe mich um, mein Zimmer, mein hölzerner Schreibtisch, mein viel zu großer Eckschrank, meine Regale, alles da. Wie kann das möglich sein? Ich war doch gerade eben noch im Wald. Erst jetzt realisiere ich, dass ich in meinem warmen Bett liege und alles nur geträumt habe. „Aber es war alles so real“, spreche ich den Gedanken, der mir gerade durch den Kopf geschossen ist, laut aus. Obwohl es erst 1:30 Uhr ist kann ich nicht mehr schlafen, mir geht dieser seltsame Traum nichtmehr aus dem Kopf, ich muss wissen was er zu bedeuten hat. Ich weiß, es war nicht einfach nur ein Traum, das ist unmöglich, wie hätte mich ein einfacher Traum nur so fesseln können? Mit diesem Gedanken beschließe ich mich auf den Weg in den Wald zu machen. Ich ziehe mir die Jeans, die vor meinem Bett liegt über meine Schlafanzughose an, suche meine Jacke an der Garderobe, ziehe meine Stiefel an und verlasse das Haus. Trotz der frühen Uhrzeit machte es mir nichts aus alleine in den Wald zu gehen. Ich hatte keine Angst vor der Dunkelheit, oder davor überfallen zu werden oder etwas ähnliches, nie. Ich weiß genau wo dieser Baum ist, es ist wahr, dass ich oft dort bin, um nachzudenken. Draußen im Wald ist alles ganz still, der Boden wird leicht vom fahlen Mondlicht beleuchtet, dass ich gerademal die Umrisse meines eigenen Fußes erkennen kann. Da, der Baum, wie in meinem Traum, einfach magisch. Ich kann nicht anders, als hinzugehen und mich auf den weißen Baumstumpf daneben zusetzen. Es ist alles wie zuvor in meinem Traum, nur wird die unberührte Landschaft nicht von strahlendem Sonnenschein eingehüllt, das durch die blätterlosen Baumkronen hindurch scheint. Meine Augen haben sich an die Dunkelheit gewöhnt und ich kann Alles relativ klar sehen, zumindest so klar, wie es im Dunkeln eben geht. Schweigend sehe ich mich um, der Weg, der nur ein paar Meter von mir entfernt liegt, eine kleine zugefrorene Pfütze, einen Moment überlege ich, ob ich aufstehen und die dünne Eisschicht zertreten soll, wie ein kleines Kind. Diesen Gedanken aber verwerfe ich recht schnell wieder, als ich zum Hügel gegenüber von mir hinaufblicke. Da sticht es mir ins Auge. Ein leuchtend roter Fleck, inmitten der farblosen, nächtlichen Winterlandschaft. Wie ist das möglich? Das kann nicht sein, nein! Ich spüre, dass ich schon wieder begonnen habe zulaufen. Es ist als würde mir irgendetwas sagen, ich müsse hier verschwinden, weg von hier. Ich laufe, bis ich an der Straße am Waldrand angekommen bin. Jetzt scheint die Sonne schon vom klaren Himmel herab. Wie lange war ich im Wald? Ich weiß keine Antwort auf diese Frage, es ist mir auch egal, ich will nach Hause. Schnell! Jetzt! Der Wald liegt nur wenige Hundert Meter von unserem Haus entfernt. Deshalb laufe ich nichtmehr, sondern gehe gemütlich zurück.
Wo warst du denn?“, fragt meine Mutter ein wenig besorgt. „Keine Sorge, Mama, ich war nur im Wald“, antwortete ich rasch. Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass es bereits 11 Uhr morgens war. Ist das möglich?, mein Unterbewusstsein antwortet auf diese absolut unnötige Frage, natürlich ist es möglich, du siehst es doch! 


So ich hoffe, dass es euch bis hierhin gefällt.

1 Kommentar:

  1. Ich finde die Geschichte echt spannend und bin gespannt auf die Fortsetzung =)

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