Freitag, 30. November 2012

Geschichte II

Hey, da ich zur Zeit keine Cam habe und deswegen keine Fotos machen kann, schreib ich einfach mal an der Geschichte weiter :)


Meine Mutter war gerade am kochen. Lasagne, mein Lieblingsessen.

 Mit liebevollem Blick unterbricht sie ihre Arbeit und sieht mich an. „Was ist denn los, Süße?“ Scheiße! Was soll ich ihr nur sagen? Anscheinend sehe ich ziemlich fertig aus. „ Du bist in letzter Zeit so still und verkriechst dich immer mehr in dein Zimmer.“ Puh! „ Ich mache mir schön langsam Sorgen um dich, Kind.“ „Du weißt doch, ich hab viel für die Schule zu tun, und außerdem geht mir das mit Tom immer noch nahe.“ Tom war mein Freund, war, er hat mich einfach sitzen gelassen, Bindungsangst, hat er zu mir gesagt. 
Durch eine Freundin habe ich schließlich erfahren, was der wirkliche Grund dafür war, ich war zu anhänglich. Es ist schwer verlassen zu werden, aber es ist richtig bitter auch noch belogen zu werden. Ich habe ihn geliebt. Und er mich auch! Ich bin der festen Überzeugung, dass er mich auch geliebt hat. Wieso hätte er mich sonst bei einem Treffen, als wir noch nicht zusammen waren einfach so geküsst? Er wusste, dass ich einen Freund hatte, wenn dieser mich auch ignoriert hatte und ich vorhatte mit ihm schluss zu machen. Ich war am Boden zerstört

Auch jetzt noch, über ein halbes Jahr später, ist die Sache nicht ganz ausgeklungen. Die Frage, was ihm durch den Kopf geht, wenn er meinen Namen hört, ob er noch manchmal an mich denkt. „ Ach Schatz, das wird alles wieder, glaub mir, ich hab auch meine Erfahrungen gemacht“, sagt meine Mutter mit weicher Stimme, verständnisvoll wie immer. „ Ja, ich weiß. Du brauchst dir keine Sorgen um mich machen.“ Meine Mutter ist keine Person, die immer alles bestimmen will, im Gegensatz zu meinem Vater, bei dem dieses Gen wohl ein wenig stärker ausgeprägt ist. Sie sieht grundsätzlich immer Freundlich aus, zieht sich modern an und ist eigentlich ganz locker. Ich habe wirklich viele Freiheiten. Ich darf eigentlich fast Alles. Ich weiß, dass ich für diese Tatsache viel zu undankbar bin. „ Du musst los, Schatz, Anna wartet schon auf dich“, reißt mich meine Mutter aus diesen Gedanken. 

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